Digitale Unterstützung bei Einsätzen: rescueTABLET flächendeckend bei Großübung im Kreis Heinsberg im Einsatz

Bei der groß angelegten Katastrophenschutzübung „EMREX“ im Grenzgebiet Gangelt am 21. März 2026 wurde erstmals die digitale Einsatzunterstützung rescueTABLET flächendeckend im Landkreis Heinsberg eingesetzt. In dem Szenario eines Massenanfalls von Verletzten (MANV) mit rund 50 Verletzten arbeiteten sowohl Einheiten der Feuerwehren, der Rettungsdienste als auch der Hilfsorganisationen organisationsübergreifend mit der digitalen Plattform.

Vom zuerst eintreffenden Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeug bis zur Einsatzleitung von Feuerwehr und Rettungsdienst sowie der Leitstelle des Kreises wurde die Anwendung durchgehend genutzt. Einsatzkräfte konnten Patienten, Einsatzabschnitte und Maßnahmen direkt digital erfassen und in Echtzeit mit allen Beteiligten teilen. Dadurch entstand von Beginn an ein gemeinsames, organisationsübergreifendes Lagebild, das die Koordination zwischen Einsatzkräften vor Ort und der Leitstelle erheblich erleichterte.

Die digitale Lösung unterstützte außerdem die strukturierte Sichtung (Triage) der Patienten. Sichtungsergebnisse konnten unmittelbar dokumentiert und allen beteiligten Einsatzkräften transparent zur Verfügung gestellt werden. Gerade bei komplexen Schadenslagen mit vielen Betroffenen erleichtert dies die Priorisierung medizinischer Maßnahmen und verbessert die Koordination zwischen den Organisationen.

Auch ehrenamtliche sowie überörtlich nachrückende Einsatzkräfte konnten schnell und unkompliziert in das digitale System eingebunden werden. Dadurch standen allen Beteiligten von Beginn an die gleichen Informationen zur Verfügung – unabhängig davon, aus welcher Organisation oder Einheit sie zum Einsatz hinzugekommen sind.

„Bei einem Massenanfall von Verletzten ist ein aktuelles Lagebild entscheidend. Die digitale Unterstützung ermöglicht es, Informationen schnell zu erfassen und allen Beteiligten unmittelbar bereitzustellen“, erklärt Dr. Philipp Föhr, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landkreis Heinsberg, aus dem Einsatzgeschehen.

Die Übung mit mehreren hundert Einsatzkräften aus verschiedenen Organisationen bot eine realitätsnahe Möglichkeit, die digitale Unterstützung unter komplexen Einsatzbedingungen zu testen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Einsatzleitungen weiter zu verbessern und Einsatzkräfte bei der Bewältigung von Großschadenslagen bestmöglich zu unterstützen.

„Die direkte Anbindung von rescueTABLET an unsere Leitstelle ermöglicht ein einheitliches Informationsbild bereits ab Notrufeingang“, erklärt Jens Schröder von der Leitstelle Heinsberg. „Dank der digitalen Vernetzung sind alle Einsatzinformationen – von Patientenstatus bis Ressourceneinsatz – sofort für alle Kräfte sichtbar.“

Mit dem flächendeckenden Einsatz von rescueTABLET wurde ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landkreis Heinsberg vollzogen. Gleichzeitig zeigte die Übung, welches Potenzial digitale Lösungen für eine schnellere, transparentere und effizientere Einsatzführung bieten können.

Bildnachweis: © Kreis Heinsberg

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